Samstag, 10. August 2013

Promenadeplatz

Auch dieser Platz, gleich im Anschluss an Prinzregentenplatz besucht, weigerte sich anfangs, an meinem Fotoprojekt zu partizipieren.
Das versteht man am besten, wenn man die beiden Fotos zeigt, die wohl die meisten Touristen zur Zeit von diesem Platz machen:

Beide Motive haben zwar ihren Reiz, das erste als hässliche Doku, das zweite sogar recht ansprechend, aber natürlich will keine Baustellen, moderne Skulpturen oder gar Michael-Jackson-Devotionalien auf meinem Foto - ein Konzertplakat der Jackson 5 wäre schon eher passend gewesen.
Also musste wieder einmal ein Detail her. Die Heilig-Geist-Kirche ist vom Platz aus recht unscheinbar, und damit ungeeignet. Ganz hübsch aber mit wenig Bindung zu dem Platz wäre noch diese Hausfassade in frage gekommen:

Schnell danach kam die Idee auf, besser das Portal des "Bayerischen Hofs" abzulichten. Nur die Umsetzung dauerte dann nochmal 15 Minuten, weil immer ein modernes Auto davor stand, ein Taxi, eine Limousine, ein Bus...aber irgendwann klappte es dann doch (50 mm)

Prinzregentenplatz

Dieser Platz liegt genau auf meinem Arbeitsweg und ist durch keine Baustelle verschandelt - trotzdem dauerte es vier Tage, bis ich ihn heute ablichten konnte. Zunächst mal bieten sich zwei Motive an:
1. Das Theater
Auf diese Weise wäre es einfach zu fotografieren gewesen, wenige Autos (nur 20 Meter Straße zu sehen, und dort ist Halteverbot), keine Wahlplakate. Aber leider auch recht langweilig, so aus der Froschperspektive. Ich spielte schon mit dem Gedanken, in dem Ärzte-Haus hinter mir zu klingeln und zu fragen, ob ich mal ein Foto aus dem Wartezimmer machen dürfte. Ich verwarf diesen Gedanken aber zu Gunsten von 
2. Springbrunnen und Platz aus Süd-Westen
(24 mm)

Auf diese Idee kam ich über eine Google-Bildersuche. 
Bis das Foto im Kasten war, dauerte es aber leider ein bisschen. Neben dem eher schlechten Wetter der letzten zwei Tage kann man dieses Foto auch nur morgens machen (wegen des Verkehrs). Problem dabei : Licht kommt bis 9:00 fast frontal. Danach sind aber zu viele Autos unterwegs. Ich entschied mich für Samstag, 8:30, und muss einen kleinen Fleck links unten vom Gegenlicht akzeptieren.  
Das nächste Problem waren Dinge, die es damals nicht gab
A) U-Bahn-Schild (rechts/mitte) -> nichts zu machen
B) Typ mit Handy und Ohrhörer an Buswarte-Tafel -> sehr unauffällig
C) relativ auffälliges Wahlplakat der ÖDP links vom Sprinbrunnen
-> ich hatte ein eigenes mit dabei und überklebte das ÖDP-Plakat für 10 Minuten :-)



Dienstag, 6. August 2013

Paulskirche

Dieses vermeintlich einfache Foto-Subjekt zeigte sich heute leider etwas sperrig. Meine Wunschperspektive wäre im Morgenlicht vom Süden aus gewesen, aus ca. 200 Meter Abstand von der Theresienwiese aus. Der Standort war trotz Wiesnaufbau auch gut zugänglich und ich hatte mit extra meine längste Festbrennweite, das 105er Makro in den Rucksack gepackt.
Dummerweise ist diese Kirche derzeit auf der Südseite mit einer Baustelle verziert. Will man diese nicht auf dem Bild haben, muss man den Standort so weit nach rechts verlagern, bis ein großer Teil der Kirche von Bäumen verdeckt ist:

Nicht so nach meinem Geschmack...
Viele sehen die Paulskirche auch von der Sonnenstraße aus, am Ende der Landwehrstraße.
Um diese Uhrzeit (morgens um 8:00) liegt der Turm direkt im Sonnenlicht. Allerdings verbietet sich ein Bildausschnitt, der bis zur Straße reicht, da dort ja wieder die "bösen" modernen Auto stehen. Also entscheide ich mich (wieder einmal) für ein Detail und beschränke mich auf den Turm:
(105 mm)

Montag, 5. August 2013

Odeonsplatz

Dieser Platz ist wohl einer der spektakulärsten Plätze in München, neben der Feldherrenhalle tummeln sich hier die Theatinerkirche, die Residenz, der Eingang zum Hofgarten sowie ein paar weitere schöne Gebäude. Am letzten Wochenende war hier das "Festival der Genüsse", eine neumodische Institution und damit tabu für mein Foto. Heute morgen war der Abbau noch im Gange, somit war heute gegen 17:30 der dritte und letzte Versuch - ich muss ja auf meinem Zeitplan achten :-)
Aber auch nach dem Abbau tummeln sich hier Dinge, die es erst seit kurzem gibt. Ich will weder moderne Autos (direkt am Platz ist ein Taxistand) sehen, noch Wahlplakate.

Alternative 1 wäre, einfach näher ran zu gehen und die kleinste Brennweite zu nehmen. So bekäme ich zwar Feldherrenhalle und Kirche aufs Fotos, die Linien stürzen aber so stark, dass das einfach nicht mehr gut aussieht:

Das schöne Ensemble des Platzes ist somit leider nicht möglich. Denkbar wäre das Beschränken auf die Feldherrenhalle:

Ich möchte aber wenigstens ein bisschen der beiden eindrucksvollen Bauwerke aufs Bild bekommen, Ich entscheide mich daher für folgende Perspektive:

Jetzt hoffe ich, dass auf dem Originalfoto weder Handys, noch Starbucksbecher oder Radlhelme drauf sind.

Samstag, 3. August 2013

Nymphenburg

Diese Schlossanlage ist zu den üblichen Zeiten jetzt in der Hochsaison auch hoffnungslos überlaufen - ein gewichtiger Grund (neben der Temperatur und die Planung anderer Aktivitäten), schon um 7:30 dort zu sein. Neben dem Hauptgebäude gibt es in diesem riesigen Areal jede Menge netter Plätzchen, die eine eigene Fotoserie wert wären. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlosspark_Nymphenburg
Mein Favorit ist aber das Gebäude am östlichen Ende des Kanals, von dem ich nicht mal den Namen kenne: 

So spannend dieses Motiv auch wäre, so richtig typisch für Nymphenburg ist es nat. nicht. Das Schloss selbst sieht von beiden Seiten recht spektakulär aus, von Westen mit den zahlreichen Figuren, von Osten mit dem großen Brunnen und den ausladenden Seitengebäuden.
Ich liebe ja symmetrische Aufnahmen von symmetrischen Gebäuden, aber davon habe ich jetzt doch schon eine Menge im Portfolio
Aus diesem Grund entschließe ich mich, etwas mehr Atmosphäre in das Foto zu bekommen, in dem ich zwei Schwäne mit drauf nehme, auf Kosten der Symmetrie:


Freitag, 2. August 2013

Monopteros, Müllersches Volksbad und Nationaltheater

Monopteros

Heute morgen war das Licht leider nicht geeignet, diesen kleinen klassizistischen Tempel zu fotografieren, da dieser leider nur aus Westen gut sichtbar ist.
https://maps.google.de/?ll=48.149857,11.590877&spn=0.001769,0.00327&t=h&z=19
Also ging es gegen 18:00 heute bei ca. 35 Grad zum zweiten Mal zu diesem mystischen Platz.
Er ist von üppigen Grün umgeben, was aber in S/W nur langweilig aussieht:
Auf dem Weg nach oben findet sich auch keine bessere Perspektive. Im Tempel bereiten gerade ein paar Zeitgenossen ein Picknick vor. Da bleibt nur noch so was in der Richtung zu fotografieren:
Ungewöhnlich, das ja, aber eben auch nicht gerade typisch. Meine Motivwahl könnte man ja am besten so beschreiben : Wie gut würde sich eine Postkarte mit diesem Motiv verkaufen?
Ich steige also wieder ab, und suche nach Perspektiven, bei denen ich diese nette Gebäude möglichst komplett und unter Einbindung seiner Umgebung nett ablichten kann, ohne dass es langweilig aussieht. Ich entscheide mich für folgende Durchsicht, die ich schon mal vor 2 Jahren im Herbst fotografierte, damals natürlich in Farbe :-)
 (85 mm)
Nur ca. 1000 Meter weiter (oder eher zurück), entlang am überfüllten Eisbach, vor zum Isartor und dann links die Zweibrückenstraße hoch liegt dann das berühmte

Müllersche Volksbad

Von vorne ist es schwer einsehbar, daher ist die beliebteste Fotoperspektive wohl diese hier:

Das finde ich aber etwas steril, direkt tummeln sich eine Menge Hitzegeschädigter auf der kleinen Insel in der Isar:
Schon mal besser, ich entscheide mich dann aber doch für eine etwas nähere Perspektive mit etwas weniger Grün drauf. Wichtig ist mit aber, den Badebetrieb davor zumindest anzudeuten:
Den Ast links nehme ich mit, um den Bild etwas etxra Tiefe zu geben und zudem die recht langweilige Ecke links oben zu füllen. (50 mm)

Nach diesen beiden recht zufriedenstellenden Shootings fahre ich wieder stasteinwärts, über Isartor un die Maximilianstraße zum Max-Joseph-Platz, dem Ort des 

Nationaltheaters

Man könnte diesen Platz bei M, N oder auch O einsortieren, weil die meisten Münchner ihn wohl "die Oper" nennen.
Auch hier tummeln sich um diese Zeit (20:00) noch viele Touris. Ich mag die frühen und späten Stunden zum Fotografieren, da
- ich dann am besten Zeit dafür habe
- das Licht weich ist
- die Schatten lang sind, was bei S/W oftmals schöne grafische Effekte gibt
- die Plätze meistens weniger stark frequentiert sind
Aktuell, in dieser Extrem-Schönwetter-Periode werden aber zu diesem Zeiten die Kontraste noch höher als üblich, da die Bereiche im Schatten dunkel wie üblich sind, die aber noch angestrahlten besonders hell (kein Wölkchen am Himmel, Luftfeuchtigkeit kaum messbar)
Ich hoffe es ja sehr, dass mein 125 ASA/ISO S/W Film diese Dynamik irgendwie verkraftet. Aber das Denkmal des Max Joseph lag mir dann doch zu deutlich im Schatten, obwohl das meine Lieblingsperspektive gewesen wäre (digital etwas aufgehellt):
Die Touris stören mich auf dem Foto nicht, wohl aber dieses hässliche Plakat links hinten. Was hilft also wieder mal gegen diese Verschandelung? Richtig, wie auch schon bei der Bavaria und dem Königsplatz : näher ran (Alternative "Detail rauspicken" wie am Marienplatz drängt sich hier ja nicht unbedingt auf)
Um die stürzenden Linien zu entschärfen, besteige ich also das Denkmal rückseitig, wähle mein 35 mm Objektiv als das mit dem optimalen Bildwinkel, und als ich dann schussbereit gewesen wäre, fährt mit ein Bus vor die Linse. Über 10 Minuten steigen Leute zu und ich warte. Kurz bevor ich glaube, er würde endlich los fahren, kommt ein zweiter. Tja, recht viel länger warten kann ich nicht, da der große Schatten unten so langsam sich dem Gebäude nähert. Und morgen früh muss ich nach Nymphenburg. Ich entscheide mich also, den Platz als verkehrstechnisch gut angebunden und bei Touristen beliebt in meine Sammlung aufzunehmen :-)




Donnerstag, 1. August 2013

Mariahilfplatz, Marienplatz und Maxmillianeum

Diese drei Ziele liegen wieder einmal dicht zusammen, wobei das letzte Ziel sehr gut in der Abendsonne zur Geltung kommt. Also geht's um 18:30 los am

Mariahilfplatz

Dieser Platz bildet das Zentrum der Vorstadt Au, auf dem dreimal im Jahr die Dult statt findet, eine Mischung aus Volksfest und traditionellem Markt. Glücklicherweise ist es gerade wieder einmal so weit, außerhalb der Dult-Zeiten ist dieser Platz fast so karg wie die Theresienwiese außerhalb des Oktoberfestes.
Wieder mal geht ein sehr heißer und heller Sommertag so langsam zu Ende und die Kontraste sind sehr hoch. Viele Markstände liegen schon im Schatten und der Kirchturm steht im gleißenden Licht. Weil ich nicht so genau weiß, wie mein S/W Film damit klar kommt, verzichte ich auf diese Darstellung (per HDR mit erweiterter Dynamik):
Aufs Foto muss die Kirche, das ist schon mal klar. Fahrgeschäfte sind zwar auch prägend für die Dult, aber die gibt es ja auf jedem Volksfest. So richtig typisch sind die Standl mit Geschirr und Haushaltshelfern aller Art vom Gurkenhobel bis zum Hosenträger.
Um mit etwas geringerem Belichtungsumfang auszukommen, entscheide ich mich als Vordergrundmotiv für einen einzigen Geschirrstand in der Sonne, der mir wegen seinen auffälligen Streifenmustern auch als gutes S/W Motiv erscheint:
(24 mm)

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Marienplatz

Dieser Platz ist zwar spektakulär, aber andererseits im Sinne meines Projekts schwierig zu fotografieren. Neben Werbeschildern aller Art und neumodischen Rikschas gibt es auch ein paar hässliche Baustellen und Absperrgitter. Nachdem ich den Rathausturm schon beim Dom mit drauf hatte, entscheide ich mich für ein Detail. Geeignet wäre der Fischbrunnen
 noch besser gefällt mit aber eine Durchsicht durch die Mariensäule auf das alte Rathaus:
(50 mm)
Letztes Ziel für heute ist das

Maxmillianeum 

am rechten Isarhochufer, der Sitz des bayerischen Landtags. Dieses ist nach Westen ausgerichtet und das Abendlicht fällt ohne Hindernisse auf seine Fassade. Problematisch aus Fotografensicht ist vor allem die gefährliche Fotoposition mitten auf der Brücke ohne Mittelstreifen. Auerdem stören die Oberleitungsdrähte ein wenig, die aber auf dem Original hoffentlich mittiger aufgenommen hatte als auf meinem Digi-Polaroid:
Ich hoffe, mein Foto ist weder durch moderne Autos noch durch moderne Straßenbahnen gestört.
Auch bin ich gespannt, wie die Bäume rechts raus kommen. Digital musste ich nachträglich aufhellen, analog müsste ich "abwedeln". Aber wie schon gesagt, so ein 125 ISO Film hat einen enormen Belichtungsumfang, und ich hoffe, dass es auch ohne Tricks reicht.
(50 mm)